Topdrop Weinshop. Feinste Weine – Kleinste Preise.

Ein Wein. Ein Preis. Eine Gelegenheit. — Wie topdrop mit Vendure Premium-Weine verkauft

Servus Jaroslav!
Erzähl uns kurz etwas über Deinen Kunden und das Projekt „Topdrop“.


Jaroslav Bobrowski: Unser Kunde topdropmarket GmbH aus Hamburg betreibt topdrop (topdropmarket.de), einen Online-Weinshop mit einem radikal einfachen, zukunftsweisenden Konzept: Feinste Weine — Kleinste Preise. Es gibt immer genau einen internationalen Spitzenwein im Angebot — von Weinexperten handverlesen und dank Marktkenntnis, guter Verbindungen und niedrigen Lagerkosten zu einem unschlagbaren Preis verkauft. Jedes Angebot ist streng limitiert: Sobald der aktuelle Wein ausverkauft ist, geht der nächste online.

Genau dieses "Ein-Produkt-Modell" macht das Projekt aus technischer Sicht so spannend. Fast alles, was ein klassisches Shopsystem voraussetzt — große Kataloge, Kategoriebäume, Facettensuche — ist hier irrelevant. Stattdessen zählt ein wasserdichter Angebots-Lebenszyklus, ein schneller, emotionaler Storefront und ein reibungsloser Checkout.

Produkte

Exklusive Weine

Leistungen

Digitalisierungsstrategie

Technologieauswahl

UX/UI Design

Webshop Frontend

Webshop Backend

Vendure.io Partnerschaft

Welche Faktoren haben eure Entscheidung für Vendure beeinflusst?

JB: Wir suchten ein headless, API-first Commerce-Framework auf modernem TypeScript-Stack, das wir an ein sehr ungewöhnliches Geschäftsmodell anpassen können, ohne gegen die Plattform ankämpfen zu müssen. Ausschlaggebend war Vendures Plugin-Architektur: Uns war von Anfang an klar, dass topdrop viel individuelle Businesslogik benötigen würde (Angebots-Rotation, Rechnungsstellung, Empfehlungsprogramm, Zahlungsabwicklung) — und mit Vendure lässt sich all das als sauberes, isoliertes Plugin umsetzen, ohne jemals den Core anzufassen.

Wir haben früh auf Vendure gesetzt: Das Projekt startete auf Vendure 1.0.0-beta, und der Shop läuft seither durchgehend auf der jeweils aktuellsten Version. Der Migrationsaufwand über alle Major-Versionen hinweg war stets gut zu bewältigen — das hat unsere Entscheidung bestätigt: Die Plattform ist mit dem Projekt mitgewachsen, und alle unsere Custom Plugins haben jede Migration überstanden.

Die GraphQL-APIs (Shop & Admin), das NestJS-Fundament und die erweiterbare Admin UI haben das Bild abgerundet: Für unser Team war von Tag eins an alles vertraut und produktiv. Mittlerweile sind wir Vendure-Partner geworden und setzen Vendure immer dann ein, wenn ein Projekt ein flexibles, entwicklerfreundliches Commerce-Backend erfordert.

FLEXIBILITÄT MIT PLUGINS

Welche Herausforderungen fandet ihr vor?

JB: Die zentrale Herausforderung war die technische Abbildung von topdrops Flash-Sale-Konzept: Immer nur ein Produkt ist live und kaufbar, streng limitiert — und sobald es ausverkauft ist, muss nahtlos auf das nächste Angebot umgeschaltet werden. Gelöst haben wir das mit einem Custom Plugin zur Angebots-Rotation, das den gesamten Lebenszyklus verwaltet: Planung, Aktivierung des aktuellen Weins, Durchsetzung des limitierten Bestands und automatischer Wechsel zum nächsten Angebot.

Darüber hinaus haben wir eine ganze Reihe weiterer Custom Plugins rund um den Vendure-Core gebaut:

Rechnungen & Lieferscheine
Ein Plugin, das PDF-Dokumente direkt aus Vendure-Bestellungen generiert — inklusive ZUGFeRD-Support für elektronische Rechnungen, was für die Compliance in Deutschland zunehmend wichtig ist.

PayPal-Express-Checkout
Ein Custom-Payment-Plugin für einen schnellen, reibungsarmen Express-Checkout — essenziell für einen Shop, in dem Kaufentscheidungen spontan und Angebote zeitkritisch sind.

Refer-a-Friend
Ein Custom-Empfehlungsplugin. Man empfiehlt topdrop an einen Freund, der Freund erhält einen Gutschein — gibt er eine Bestellung auf, erhält auch der Werber einen Gutschein. Passt hervorragend zu einem Produkt, über das Menschen gerne sprechen.

Newsletter (RapidMail)
Eine Integration mit RapidMail, damit Abonnenten sofort informiert werden, sobald ein neuer Wein online geht — der Herzschlag des "ein Angebot zur Zeit"-Modells.

Bestellübersicht in der Admin UI
Ein Plugin, das die Produktdetailansicht in der Vendure Admin UI um eine Bestellübersicht erweitert, sodass das topdrop-Team auf einen Blick sieht, wie das aktuelle Angebot läuft.

Flash Messages / Toasts
Ein Storefront-Benachrichtigungsplugin, um Besucher in Echtzeit über besondere Angebote und zeitkritische Neuigkeiten zu informieren.

Das Bemerkenswerte: Für nichts davon mussten wir Vendure forken oder patchen. Jedes Feature lebt in seinem eigenen Plugin, aufgebaut auf Vendures Erweiterungspunkten — Custom Entities, GraphQL-API-Erweiterungen, Event-Subscriber und Admin-UI-Erweiterungen.

SCHLANK & LEISTUNGSFÄHIG

Wie habt ihr die Storefront-Anwendung gebaut?

JB: Die Storefront ist mit Next.js gebaut und kommuniziert mit Vendures GraphQL Shop API. Da sich der gesamte Shop um ein einziges Hero-Produkt dreht, konnten wir einen sehr fokussierten, schnellen und emotionalen Storefront gestalten: Der aktuelle Wein steht im Mittelpunkt, mit ausführlichem Storytelling zu Herkunft und Charakter, während der Checkout so kurz wie möglich gehalten ist.

Next.js liefert uns die Performance- und SEO-Vorteile von Server-Side-Rendering, und die GraphQL-API hat die Datenanbindung unkompliziert gemacht — die Vendure-Dokumentation deckte alles ab, was wir brauchten.

Deine abschließenden Gedanken.

JB: Topdrop ist inzwischen immens erfolgreich geworden — nicht nur beim Umsatz, sondern auch beim Ansturm auf besonders gefragte Weine und in saisonalen Spitzenzeiten wie Black Friday, Weihnachten oder Ostern. Auch unter diesem hohen Traffic bleibt der Shop stabil und performant, was gerade bei einem Modell mit nur einem kaufbaren Produkt entscheidend ist: Wenn ein begehrtes Angebot online geht, entscheiden oft Sekunden.

Vendure hat sich als ideale Grundlage für ein Geschäftsmodell erwiesen, das kein Standard-Shopsystem ohne aufwändige Workarounds hätte tragen können. Die Plugin-Architektur hat es uns ermöglicht, eine unkonventionelle Idee — ein Wein, ein Preis, eine Chance — in eine schlanke, wartbare Plattform zu verwandeln, die seit den Tagen der Vendure-1.0-Beta produktiv läuft und auch Belastungsspitzen zuverlässig standhält.